Einen allgemeingültigen Preis gibt es nicht. Die Kosten hängen davon ab, was Du erreichen willst, wie stark Dein Wettbewerb ist und wie viel schon vorhanden ist. Wichtiger als die Zahl im Angebot ist, dass Du verstehst, wofür Du bezahlst. Dieser Abschnitt erklärt die gängigen Abrechnungsarten und was den Aufwand bestimmt.
Abrechnungsmodelle einer SEO Agentur | Modell | Passt, wenn | Worauf Du achten solltest |
| Monatliche Betreuung | Du willst laufende Arbeit an Technik, Inhalten und Verweisen | Fester Leistungsumfang, klare Kündigungsfrist, monatlicher Bericht |
| Einmalige Prüfung oder Beratung | Du willst wissen, wo Du stehst, und setzt selbst um | Maßnahmenliste mit Prioritäten statt reiner Zahlen |
| Abrechnung nach Stunden | Aufgaben sind klein oder schwer planbar | Stundenschätzung vorab, regelmäßige Zwischenstände |
| Erfolgsabhängiges Modell | Die Ziele sind eindeutig messbar | Genaue Definition von Erfolg, Grundbetrag, Laufzeit |
Monatliche Betreuung
Die meisten Unternehmen entscheiden sich für eine laufende Betreuung, weil SEO nie fertig ist. Der Monatsbetrag deckt ein festes Kontingent an Arbeit ab, etwa für Technik, Inhalte, Verweise, Beobachtung und Beratung. Frage nach, wie viele Stunden oder welche konkreten Leistungen enthalten sind. Ohne diese Angabe kannst Du Angebote nicht vergleichen. Prüfe auch, ob neue Artikel im Preis stecken oder extra berechnet werden. Ein günstiger Monatspreis mit kleinem Umfang kann am Ende teurer sein als ein höherer mit klarer Leistung. Nennt eine Agentur keinen Umfang, ist das ein Warnsignal.
Einmalige Projekte
Brauchst Du keine laufende Betreuung, kannst Du einzelne Leistungen buchen. Typisch sind ein SEO Audit mit Maßnahmenliste, eine Keyword Recherche samt Wettbewerbsanalyse, die Überarbeitung einzelner Seiten oder die Begleitung beim Relaunch Deiner Website. Das eignet sich für den Einstieg oder wenn Dein Team die Umsetzung selbst übernimmt. Achte darauf, dass am Ende konkrete Handlungsempfehlungen stehen, die Dein Team ohne Rückfragen umsetzen kann. Ein Bericht, der nur Fehler auflistet, löst noch kein Problem. Gerade beim Neuaufbau lohnt sich Hilfe vorab, denn Fehler bei der Umstellung kosten Sichtbarkeit.
Abrechnung nach Stunden
Bei Stundenabrechnung zahlst Du für die tatsächliche Arbeit. Das passt bei kleinen, klar umrissenen Aufgaben, zum Beispiel einer Zweitmeinung zu einem Angebot oder der Klärung einer technischen Frage. Der Stundensatz unterscheidet sich nach Erfahrung, Spezialisierung und Größe des Anbieters. Wichtiger als der Satz ist die Zahl der Stunden. Bitte vorab um eine Schätzung und um einen Zwischenstand, sobald die Hälfte der Stunden verbraucht ist. So vermeidest Du, dass sich das Projekt unbemerkt ausdehnt. Für laufende Betreuung ist dieses Modell meist weniger planbar als ein fester Monatsbetrag.
Erfolgsabhängige Modelle
Manche Anbieter berechnen einen Teil ihres Honorars nach Erfolg, etwa nach erreichten Platzierungen oder zusätzlichen Anfragen. Das klingt fair, hat aber Tücken. Der Erfolg muss genau definiert sein: für welche Suchbegriffe, ab welcher Platzierung, über welchen Zeitraum? Platzierungen allein sagen wenig über Anfragen aus. Meist gibt es zusätzlich einen Grundbetrag, denn die Arbeit fällt vorher an, und die Laufzeit ist oft länger. Prüfe, ob das vereinbarte Ziel wirklich Dein Geschäftsziel abbildet. Eine gute Platzierung für einen Suchbegriff, den niemand kaufbereit eingibt, hilft Dir nicht.
Vertragslaufzeit und Kündigung
Frage vor der Unterschrift nach Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist. Manche Anbieter arbeiten monatlich kündbar, andere verlangen eine Mindestlaufzeit von einigen Monaten, weil SEO Zeit braucht. Beides kann fair sein, wenn es offen genannt wird. Achte darauf, was nach dem Ende passiert: Gehören Dir die erstellten Texte, die Zugänge zu Deinen Werkzeugen und alle Berichte? Konten, die für Dich eingerichtet wurden, etwa Dein Unternehmensprofil bei Google, sollten immer auf Deinen Namen laufen. Verträge mit langer Bindung ohne erkennbare Gegenleistung sind ein Warnsignal.
Was die Kosten beeinflusst
Vier Faktoren bestimmen den Aufwand und damit den Preis:
- Wettbewerb: Je härter Dein Markt umkämpft ist, desto mehr Arbeit braucht es.
- Ausgangslage: Technische Mängel und veraltete Inhalte erhöhen den Aufwand.
- Zielgebiet: Regionale Sichtbarkeit ist meist einfacher zu erreichen als bundesweite.
- Inhaltsbedarf: Je mehr neue Texte nötig sind, desto größer wird das Budget.
Dazu kommen Erfahrung und Spezialisierung des Anbieters. Sprich im Erstgespräch offen über Dein Budget. Ein ehrlicher Anbieter sagt Dir, was damit möglich ist und was nicht.